Michael Paetau's Website

Forschungsschwerpunkte english

Michael_PaetauIm Zentrum der Arbeiten steht der Versuch, den gegenwärtigen Transitionsprozess, in dem sich die moderne Gesellschaft befindet, ausgelöst oder zumindest beflügelt durch die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien und der mit ihnen verbundenen Diskontinuitäten in den gesellschaftlichen Kommunikationsverhältnissen, zu verstehen. Ausgegangen wird von der Überzeugung, dass - historisch betrachtet - jede Gesellschaft insofern eine "Wissensgesellschaft" ist, als sie besondere Mechanismen entwickeln muss, mit ihrem Wissen umzugehen. Dies geschieht in mehrfacher Hinsicht: Es werden Strukuren aufgebaut, in denen gesellschaftlich relevantes Wissen produziert, verteilt, angewendet, gespeichert, wiedergefunden und vergessen wird. Man kann davon ausgehen, dass diese unterschiedlichen Formen in den Kulturen des Wissens einer Gesellschaft Konsequenzen für wichtige soziale Aspekte wie der politischen und ökonomischen Macht, der Autonomie oder Heterenomie der gesellschaftlichen Individuen, des Zugangs zum gesellschaftlichen Wissen, seiner Ökonomisierung oder freien Verfügbarkeit haben. Ein Blick in die Geschichte zeigt diesen Zusammenhang von medialer Entwicklung und gesellschaftlichen Strukturveränderungen deutlich, wenngleich man ganz sicher nicht eine technik- oder mediendeterminierte Kausalität unterstellen darf. Um derartige komplexe Wechselbeziehungen zwischen sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Faktoren analysieren zu können, bietet sich die Soziokybernetik als geeigneter Ansatz an. Soziokybernetik lässt sich charakterisieren als die Anwendung systemischer und kybernetischer Prinzipien in der Soziologie und anderen Sozialwissenschaften zur interdisziplinären Analyse sozialer Phänomene in ihrer Komplexität und Dynamik. [siehe mehr über grundlegende soziokybernetische Prinzipien ]